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Die äußerst heimliche und in vielen Fällen rein nächtliche Lebensweise des Raubwildes macht eine erfolgreiche Bejagung nur mit der Schusswaffe unmöglich. Jegliche Anwendung von Narkosemitteln und Giften ist
heute zudem verboten, so dass nur die Fallenjagd für die Einregulierung des Raubwildes in Frage kommt. Früher wurde diese Jagdmethode sehr intensiv betrieben. So gab es außer den Fallenjägern, insbesondere in Kreisen der
Forstbeamten, Berufsjäger, Jagdaufseher, in fast jeder Gemeinde einen oder mehrere Spezialisten unter den Dorfbewohnern, die im Winter ihre Marder fingen. Mit dem plötzlichen rapiden Absinken der Fellpreise sank auch das
Interesse an der Raubwildjagd. Die Übervermehrung von Fuchs und Marder und die Ausbreitung anderer Tiere, wie zum Beispiel des Waschbären, war die Folge. Und wenn auch heute viele Jäger die Notwendigkeit der Fallenjagd wieder
erkannt haben, so fehlt es ihnen doch ganz einfach an der notwendigen Erfahrung. Es ist das altbewährte jagdliche Handwerk, das die meisten Jäger nicht mehr beherrschen, weil es fast völlig in Vergessenheit geraten ist. Doch
spielt gerade dieses jagdliche Handwerk bei der Fallenjagd eine so ungemein wichtige Rolle. Nur wer die Kunst beherrscht, eine Falle selbst zu bauen, sie im Revier am richtigen Platz einzubauen, das Raubwild mit entsprechenden
Leckerbissen anzukirren und zum richtigen Zeitpunkt mit einem ausgewählten Köder in die Falle zu locken, wird Erfolg haben und zugleich viele jagdliche Freuden erleben. Dazu gibt es hier eine Fülle von Anregungen und
praktischen Unterweisungen. Quelle ist das "Fallenbuch der Praxis" von Wildmeister Günter Claußen, welches unseres Wissens heutzutage jedoch leider nicht mehr im Handel erhältlich ist.
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